Alle Jahre wieder…

…kommen seit mittlerweile 44 Jahren Schüler/Innen unserer französischen Partnerstadt Tergnier nach Wolfhagen.

Im Rahmen des Schüleraustauschs lernen sie den Alltag junger Menschen gleichen Alters kennen, der sich in vielen Punkten ähnelt, doch in anderen eine vollkommen neue Erfahrung darstellt

Ebenfalls alle Jahre wieder ist es dabei ein schöner Brauch, dass diese Gruppe vom Bürgermeister in Kooperation mit dem Städtepartnerschaftsverein im Magistratsaal des Rathauseses empfangen wird.

So wurden die Jugendlichen am vergangenen Donnerstag zunächst von Dirk Scharrer auf Französisch begrüßt, der dann kurz von seinem diesjährigen Besuch in Tergnier im Juli berichtete und nochmals betonte, was für ein außergewöhnliches Ausflugsziel das Naherholungsgebiet mit See ist. Im Folgenden interessierten ihn vor allem, wer schon mal in Wolfhagen war, was ihnen besonders gefiel, wie es in den Gastfamilien funktioniere, was sie bereits gesehen und gemacht haben und wie sie sich ihre beruflichen Perspektiven vorstellen.

Die Gruppe der 13-15jährigen, für die diese Fahrt oft der erste Berührungspunkt mit dem Leben in Deutschland und mit Wolfhagen ist, antwortete auf Deutsch über ihre positiven Eindrücke.

Unter dem Oberthema Freiheit besuchten die Schüler/Innen u.a. als erste französische Gruppe den Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen, setzten sich mit dem geteilten Deutschland und den Folgen für die Bürger vor allem der ehemaligen DDR auseinander. Diese intensive Begegnung hat sie sehr bewegt und noch tiefer für das Thema sensibilisiert.

Auf die weiteren Fragen antworteten sie, dass es ihnen in Wolfhagen und bei den gastgebenden Familien sehr gut gefalle, ein weiteres Highlight war der Kasseler Weihnachtsmarkt, der in dieser Größe so in Nordfrankreich zu suchen ist und auf die Frage der beruflichen Zukunft waren neben einigen wenigen Unentschlossenen vor allem der Wunsch nach einem Studium sehr groß.

Gestärkt mit Plätzchen und Laugengebäck, welche genau wie auch Apfelschorle in Frankreich nicht existieren, immer erst für vorsichtiges Probieren und dann meist für Begeisterung sorgen, wurde abschließend ein Foto auf dem Marktplatz gemacht.

Fazit: Zum einen ein gelungenes Hand in Hand der Stadt, die bei diesen Begegnungen immer für die Räumlichkeit, die Getränke und ein kleines Geschenk und dem Städtepartnerschaftsverein, der neben dem Imbiss für die Übersetzung sorgt.

Viel wichtiger ist, dass es sich um einen kleinen Termin in der vollen Woche handelt, der dennoch immer für viel Freude auf allen Seiten sorgt und nachhaltig Eindruck hinterlässt.

Damit bringt er ein hohes Maß an Wertschätzung und Verbundenheit für und mit dem Schüleraustausch, den jungen Menschen und den damit verbundenen Lehrkräften, den Schulen sowie unserer Freundschaft zu unserer Partnerstadt zum Ausdruck.

Deshalb von Herzen gerne- nächstes Jahr wieder!

Die ganze Gruppe nach dem Besuch im Rathaus (Quelle: Instagram, Seite der Stadt_Wolfhagen)

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