Nie wieder ist jetzt -Hintergrund zum KZ Ohrdruf

Die Gedenkstätten für die Opfer des ehemaligen KZ sind nicht ohne weiteres zu besichtigen, da sie auf dem Standortübungsplatz der Bundeswehr liegen.

Daher gibt es seit Ende der 50er Jahre einen Gedenkstein in der Nähe der Trinitatiskirche.

Kranzniederlegung am 05.05.25 durch Bgm Schambach und Peter Füzi, Enkel eines Häftlings, der ums Leben kam in Ohrdruf

Im KZ Ohrdruf wurden von November 1944 bis April 1945 – also in nur sechs Monaten- 20.000 Menschen unterschiedlichster Herkunft gezwungen, unter unvorstellbaren unmenschlichen Bedingungen an dem Bau des Führerhauptquartiers im Jonastal, welches ca. 15 km entfernt ist, zu arbeiten. Als klar wurde, dass der Krieg nicht zu gewinnen war, wurden diese Menschen auf Todesmärsche geschickt und über 7000 überlebten diese ganzen Torturen nicht.

Für die US-Streitkräfte, die auf den Tag genau 80 Jahre zuvor eher zufällig auf dem Weg nach Berlin auf dieses Außenlager von Buchenwald gestoßen sind, musste der Anblick grauenvoll gewesen sein, denn von Befreiung konnte kaum die Rede sein- trafen sie doch kaum noch auf Überlebende sondern auf Berge von Leichen.

Dwight D. Eisenhower besuchte wenige Tage danach Ohrdruf und war zutiefst schockiert.

Die Menschen von Ohrdruf wurden verpflichtet, zunächst das Lager zu besichtigen, woraufhin sich in der Folgenacht der Bürgermeister und dessen Frau das Leben nahmen. Außerdem hatten Bewohner von Ohrdruf die Leichen in dem Massengrab würdig zu bestatten.

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